Vor einiger Zeit habe ich versucht linguistische Aspekte mit dem 80. Geburtstag der Weissmuller-Tarzan-Filme, dem 50. Geburtstag der Winnetou-Filme und dem 50. Geburtstag der James-Bond-Filme zu verknüpfen. Noch einer feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag, auch wenn man es kaum glauben mag: Pumuckl. Als Kind lernte ich ihn erst auf Schallplatten, ab 1982 dann auch im Fernsehen kennen. Pumuckl war vermutlich sogar der erste, der mich mit seinen Sprüchen zu linguistischen Reflexionen animierte – auch wenn ich es damals anders ausgedrückt hätte. (weiterlesen…)
26. Januar 2012
24. Januar 2012
Handbuch-Artikel zur Wissenschaftsrhetorik erschienen
Der letzte Band der Enzyklopädie Historisches Wörterbuch der Rhetorik, herausgegeben von Gert Ueding mit Unterstützung von Gregor Kalivoda und anderen, ist nun bei De Gruyter erschienen. Der vorletzte Artikel des Wörterbuchs stammt von Bea Klüsener und mir und behandelt das Stichwort Wissenschaftsrhetorik (Bd. 10, S. 1486-1508).
3. Januar 2012
50 Jahre James-Bond-Filme
Zwar gab es bereits 1954 einen ersten James-Bond-Film mit Barry Nelson, doch sind es die seit 1962 von EON produzierten Filme mit Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton und Pierce Brosnan, die James Bond zu einem Mythos des 20. Jahrhunderts gemacht haben. Die jüngeren Filme mit Daniel Craig sind keine typischen James-Bond-Filme mehr; ob man sich an sie später noch erinnern wird, bleibt abzuwarten. Die Craig-Filmen sind deutlich brutaler als die vorhergehenden Filme. Außerdem fehlen einige Elemente. Es gibt beispielsweise kaum Humor, keine Miss Moneypenny und keinen Q und auch keine Bestellung nach Wodka Martini, geschüttelt, nicht gerührt. Man muss allerdings zugeben, dass sowohl der Drink als auch der typische James-Bond-Spruch in den älteren Filmen ebenfalls nicht durchgängig präsent war…
2. Januar 2012
50 Jahre Winnetou-Filme
2012 gedenken wir nicht nur Karl Mays 170. Geburtstag und 100. Todestag. Sondern wir gedenken auch des 50. Geburtstages des Winnetou in den von Horst Wendlandt produzierten und Harald G. Petersson geschriebenen Filmen. 1962 trat er zum ersten Mal im Film Der Schatz im Silbersee (S) auf. Ein Jahr später folgte Winnetou 1. Teil (W). Wie Tarzan ist Winnetou als edler Wilder konzipiert. Sprachwissenschaftlich sind die Filme in viererlei Hinsicht interessant. (weiterlesen…)
1. Januar 2012
80 Jahre Tarzan-Schrei (und 100 Jahre Tarzan)
Ein philologisches Grußwort zum neuen Jahr, das vielleicht manche mit einem Neujahrsfreudenschrei begonnen haben. Hier geht es jedoch um den Schrei aus Filmen, die auch sprachwissenschaftlich interessant sind.
Die von Edgar Rice Burroughs erdachte Figur Tarzan taucht zum ersten Mal 1912 in der Geschichte “Tarzan of the Apes” auf, die im All-Story Magazine publiziert wurde. Bereits 1918 folgen erste Verfilmungen. Den berühmten Schrei hört man jedoch zum ersten Mal im 1932 erschienenen Film Tarzan, der Affenmensch (engl. Tarzan the Ape Man [= A]). Der MGM-Film beginnt wie gewohnt mit dem Gebrüll eines Löwen im MGM-Enblem. Auf selbigem liest man den pseudolateinischen Spruch Ars gratia artis. Vermutlich handelt es sich hierbei einfach um eine anglolateinische Lehnübersetzung von Französisch L’art pour l’art ‘Kunst um der Kunst willen’. In klassischem Latein hätte es nämlich Ars artis gratia oder Artis gratia ars heißen müssen. Dann ertönt (weiterlesen…)
31. Dezember 2011
75 Jahre Moderne Zeiten, 75 Jahre Smile: Chaplin’s Modern Times von 1936
Zum Ende des Jahres noch ein kleiner Jubiläumsgruß. Vor 75 Jahren entstand der letzte Film, der noch als Stummfilm bezeichnet werden konnte. Obwohl der Tonfilm bereits erfunden, drehte Charles Chaplin mit Modern Times (dt. Moderne Zeiten) einen Stummfilm. Der Film bedeutete damit auch das Ende des von Chaplin geschaffenen namenlosen Tramps. Für Sprach- und Kommunikationswissenschaftler ist der Film dennoch interessant, denn Chaplin verzichtet nicht vollkommen auf Ton, nicht mal auf die menschliche Stimme. Viele Geräusche, insbesondere jene von Maschinen, werden wiedergegeben, ebenso Tiergeräusche wie das Bellen eines Hundes (in Min. 32). Für die menschliche Stimme hat Chaplin vier Einsatzbereiche gefunden. (weiterlesen…)
30. Dezember 2011
Peter Alexander, Johannes Heesters und das Konzept der “heilen Welt”
Am Ende des Jahres möchte ich gern nochmal an zwei Künstler erinnern, die in diesem Jahr verstorben sind und die für mich als Hobby-Entertainer wichtig waren. (weiterlesen…)
29. Dezember 2011
Treuchtlinger Kurier über BGE
Ein schöner Artikel zu BGE ist heute im Treuchtlinger Kurier erschienen.
23. Dezember 2011
Umzug der LdL-Seiten abgeschlossen
Der Umzug der LdL-Internetplattform ist im Wesentlichen abgeschlossen (auch wenn noch ein paar technische Dinge nochmal zu justieren sein werden) — Dank an Manfred Lirsch und vor allem meinem Studenten Robert Steinhauser. Die Seite ist nun in der Hand meiner Firma ASEcoLi. Ich wünsche schöne Weihnachten und kopiere meinen letzten Kontaktbrief hierher.
19. Dezember 2011
Keine Angst vor negativem Studenten-Feedback! Es lohnt sich!
Ich habe in diesem Semester zwei Einführungskurse in die Sprachwissenschaft zu unterrichten. In meinen Kursen baue ich spätestens zur Mitte des Semesters eine Art Evaluation ein, besser gesagt: eine Feedback-Runde. Dazu bestimme ich eine Person zum Moderator, gehe hinaus, lasse anonymisiert an die Tafel positive Eindrücke, negative Eindrücke und Verbesserungsvorschläge an die Tafel schreiben, werde dann wieder herein gebeten und kann Stellung zu den Kommentaren geben. Ich versuche möglichst unemotional zu reagieren, selbst wenn eine Bemerkung emotional ist — nach dem Konzept der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg, d.h. mit strenger Trennung von Bedürfnissen und Strategien. Wenn ich einen Kommentar nicht verstehe, erläutert ihn die moderierende Person (oder, aufgrund der lernpartnerschaftlichen Atmosphäre, sogar der Urheber der Äußerung).