Nach langer, langer Produktionszeit ist sie nun endlich erschienen: die überarbeitete und stark erweiterte Fassung meines EuroLinguistischen Parcours, jetzt unter dem Titel Europas Sprachen und Kulturen im Wandel der Zeit. Das Buch ist über Amazon bestellbar. Hier der Klappentext: (weiterlesen…)
12. Februar 2012
10. August 2010
Wenn die Übersetzung auf Speisekarten misslingt…
Auf bild.de sind ein paar unterhaltsame Übersetzungsfehler auf Speisekarten gesammelt worden. Viel Vergnügen!
3. Mai 2010
Eurolinguistisches “Schnupper-Video” 3
Der dritte eurolinguistische Clip steht nun online:
17. April 2010
Eurolinguistisches “Schnupper-Video” 2
Der zweite eurolinguistische Clip steht nun online:
4. April 2010
Videos: Linguistisches Edutainment und Anderes
Ich habe nun verschiedene Clips von einigen meiner Auftritte auf YouTube gestellt. Die ersten beiden lassen sich unter die Kategorie “linguistisches Edutainment” einreihen; die anderen beiden sind (weiterlesen…)
19. Juni 2009
Evaluation der linguistischen Wanderungen
Die Evaluation der “Wanderung durch die europäische Wortschatzgeschichte” ist vorbei. Es gab insgesamt 6 Sitzungen:
| 1: Getränke & Snacks (in der Cafeteria) |
| 2: Namen & Berufe (auf dem Friedhof) |
| 3: Zahlen & Buchstaben (Seminarraum-Thema wg. Regens) |
| 4: Wochentage & Jahreszeiten (Seminarraum-Thema wg. Regens) |
| 5: Bäume & Blumen (im Park) |
| 6: Obst & Gemüse (Thema für Cafeteria wg. Regens) |
Aufgrund bislang nicht so tollen Sommers konnte ich einige Themen wie Straßennamen, Naturbegriffe, Sprichwörter nicht durchführen.
In einem Fragebogen habe ich die 11 TeilnehmerInnen zum einen gefragt, was aus den einzelnen Sitzungen noch hängen geblieben ist (ist noch auszuwerten). Zum anderen habe ich um eine echte Evaluation der Stunden gebeten. Zunächst hatte ich gefragt, welche Sitzung den Teilnehmern am meisten und welche am wenigsten gefallen hat. Ergebnis: Jede Sitzung ist von mind. 1 Person als attraktivste (4x wurde Sitzung 4 genannt), jede Sitzung aber auch von mind. 1 Person als unattraktivste (je 3x wurden Sitzung 3 und 5 genannt). Ich habe auch nach den Gründen für diese Bewertung gefragt. Hier kristallierten sich besonders drei Kräfte heraus:
(1) Deutlichkeit des Zusammenhangs von Kultur, Kulturkontakt und Sprachentwicklung
(2) Bezug zum eigenen Leben
(3) Anteil der unerwarteten Erkenntnisse (Aha-Effekte)
Zusätzlich habe ich Aussagen in Form einer Likert-Skala bewertet lassen (Stimme voll zu. (+2) / Stimme eher zu. (+1) / Stimme eher nicht zu. (-1) / Stimme gar nicht zu. (-2)
| +1,0: Ich habe mehr gelernt als bei einer normalen Vorlesung. |
| +0,5: Ich habe mehr gelernt als bei einem klassischen Seminar (Referate + Diskussionen). |
| +1,5: Ich war aufmerksamer als bei einer normalen Vorlesung. |
| +1,2: Ich war aufmerksamer als bei einem klassischen Seminar (Referate + Diskussionen). |
| -1,0: Ich hätte mir mehr Anregungen zum Nach- und Mitdenken gewünscht. |
| -0,9: Ich hätte mir mehr Struktur innerhalb einer Sitzung gewünscht. |
| -1,1: Ich hätte mir mehr Diskussion gewünscht. |
| -0,8: Ich hätte mir mehr Zusammenfassungen von wichtigen Punkten gewünscht. |
Als Verbesserungsvorschläge geben mir die Teilnehmer mit:
- das, was ich als wichtig empfinde, deutlicher am Ende der Sitzung oder zu Beginn der darauf folgenden Sitzung zusammenfassen
- zusätzlich kleine schriftliche Zusammenfassung (dies kann ich auch noch nachreichen)
Das sind erfreuliche, aufbauende Ergebnisse.
12. Juni 2009
Auch linguistische Wanderungen können ermüden
In der letzten Sitzung hat uns das Wetter leider mal wieder nicht erlaubt durch die Gegend zu wandern (wir wären sonst durch die Stadt gewandert und hätten uns Erklärungen für Sprichwörter gesucht). So habe ich Obst- und Gemüsesorten eingekauft und wir haben uns ins die Uni-Cafeteria gesetzt (zunächst noch draußen, dann wegen Regens drinnen). Trotz der Realia (die am Ende auch verschenkt wurden) und der meines Erachtens spannenden und witzigen Anekdoten zu den Bezeichnungen der Obst- und Gemüsesorten in verschiedenen Sprachen und deren Dialekten, machte sich nach etwa einer Stunde bei manchen eine deutliche Ermüdung breit. Das kann nun Gründe haben, die grundsätzlich zweierlei Art: – Einfach nur Realia zu haben und einen Ortsewechsel durchzuführen, genügt für zusätzliche Aufmerksamkeit bei einer “Vorlesung” nicht. – Egal, wie man eine Vorlesung gestaltet: spätestens nach 1 Stunde sinkt in der Regel die Aufmerksamkeit. Das wird nächste Woche noch in der abschließenden Evaluationssitzung zu diskutieren sein.
9. Juni 2009
Welchen Spaß verträgt ein Kurs?
Diese Frage kam mir bei der recht lockeren Gestaltung meiner letzten Sprachgeschichte-Sitzung.
Da bekanntermaßen auch Spaß das Lernen fördert, versuche ich den Humor nicht zu kurz kommen zu lassen und dabei eine Art Humor zu wählen, die erstens für mich authentisch ist und zweitens auch beim Publikum ankommt. Auch den Studierenden soll die Möglichkeit zu Scherzen gegeben sein; aber all dies ist auch immer ein Gratwanderung. Die Scherze sollen zum einen ja irgendwie mit dem Stoff verknüpft sein, zum anderen dürfen sie nicht zu lange sein, damit der Stoff zur Ablenkung ausartet statt nur ein kurzer “Verschnaufer” zu sein. Das gilt erst recht, wenn ein Student einen Scherz einbaut. Dies zu unterbinden wirkte zu selbstverliebt. Aber es eben darauf zu achten, dass der Scherz nur kurz ist und dass evtl. an den Scherz wieder Fachliches angeknüpft werden kann.
Beispiel: Eine Studentin stellt die Frage, warum es im Süddeutschen mehr französische Lehnwörter gibt (Trottoir, Canapé) als im Norddeutschen. Ein Student scherzt, dass dies eben an der Weltoffenheit der Süddeutschen liege. Daraus lässt sich eine kurze Diskussion anschließen, welche Motive es für Entlehnungen gibt und ob es so etwas wie einen National-/Regional-Charakter gibt, der auch Auswirkungen auf die Sprachentwicklung hat.
6. Mai 2009
Herausforderungen einer “Gesprächs-Vorlesung”
Ich habe meine zweite “Wanderung durch die europäische Wortschatzgeschichte” hinter mir. Diesmal waren wir auf dem Friedhof, um uns die Herkunft von Familiennamen, Monatsnamen und Berufsbezeichnungen anzusehen. Ich hatte den Friedhof vorher einmal nach interessanten Stellen abgesucht, aber durch die sehr offene Form des Kurses ist die geplante Struktur schlecht einzuhalten – während des Spaziergangs durch den Friedhof kommen schon etliche Fragen, die ich eigentlich erst an einer geplanten Stelle klären will. So macht das Ganze auf mich noch einen recht assoziativen Streifzug. Zumindest will ich zukünftig am Anfang und am Ende einer jeden Wanderung eine Art Zusammenfassung und/oder Vorschau bringen.
22. April 2009
Linguistische Wanderungen – erstes Feedback
Ich hatte meine erste Sitzung „Wanderungen durch die europäische Wortschatzgeschichte“. Wir sind in die Cafeteria gegangen, alle haben sich ein Getränk (und z.T. eine Breze) genommen. Dann haben wir uns angeschaut, was wir da eigentlich trinken, woher die Dinge kommen und wie sie in verschiedenen europäischen Sprachen bezeichnet werden. Dabei sind den TeilnehmerInnen (deren Zahl ich auf 10 beschränkt hatte) auch ganz andere Assoziationen und Fragen gekommen, die sie auch gleich stellen durften und die gemeinsam beantwortet wurden. Erstes Feedback der Teilnehmer:
- Die lockere Atmosphäre erlaubt, dass man auch auf andere ganz Fragestellungen kommt. Und gut, dass diese auch gleich beantwortet werden.
- Bei der Atmosphäre und dem Gesprächsstil merkt man sich Dinge besser.
- Gut, dass man so Sprache nicht isoliert und trocken betrachtet, sondern mit ständig mit Kultur in Verbindung bringt.
Ich freue mich schon auf die nächste Sitzung.