Joachim Grzega's Blog

7. Dezember 2009

Neue eurolinguistische Publikation

Filed under: Eurolinguistik, Sozioökonomische Linguistik — Schlagwörter: , , , — grzega @ 21:47

Heute ist der von Uwe Hinrichs, Norbert Reiter und Siegfried Tornow herausgegebene Band _Eurolinguistik: Entwicklungen und Perspektiven_ herausgekommen. Mein Beitrag “Wie kann die Eurolinguistik zur sozioökonomischen Entwicklung Europas beitragen?” ist auf den Seiten 315-333 zu lesen. Dabei bringe ich Ideen zu drei Unterfragen ein:

1. Welche eurolinguistischen Konzepte können von sozioökonomischen Nutzen sein? – Hier wird vor allem auf Basic Global English (BGE) und das von Horst Klein entwickelte Eurocom-Konzept (zur Verbesserung von passiven Sprachkompetenzen, also von Verstehenskompetenzen) eingegangen.

2. Für welche sozioökonomischen Fragen kann die eurolinguistische Forschung ihren Beitrag leisten? – Entsprechende Studien zum Gebrauch von Wörtern und Grammatikstrukturen könnten sowohl zur Verbesserung der Mensch-Maschine-Interaktion als auch zur Verbesserung der Mensch-Mensch-Interaktion beitragen. Zu untersuchen wäre, wie in verschiedenen Kulturen bestimmte Sprach­formen in be­stimm­ten Sprachsituation zu welchem Zweck verwendet werden, wie erfolgreiche Wissenskonstruktion verläuft, welche Assoziationen bestimmte Schlüsselwörter in verschiedenen Nationen auslösen und auf welche Assoziationen man gefasst sein muss, selbst wenn man sich in einer Lingua Franca unterhält.

3. Für welche sozioökonomischen Fragen kann die eurolinguistische Lehre ihren Beitrag leisten? – Insbesondere ist zu fragen,

  • (a) welche Kommunikation (auch: welches globale Englisch) ist für das Unterrichten von unbekannten Lernergruppen, die international und interkulturell zusammengesetzt ist, geeignet und welche Kommunikation ist damit auch als Basis für das Training globaler Wirtschafts- und Wissenskommunikation geeignet;
  • (b) wie bereite ich Studierende auf ein (turbulentes, unbestimmtes) transnationales Wirtschaftsleben vor?;
  • (c) wie bereite ich Studierende auf (turbulente) internationale kollektive/kollaborative Wissenskonstruktion vor?

Eingegangen wird dabei insbesondere auf LdL.

Sehr zu empfehlen ist ferner die Lektüre des Überblicksartikels “Geschichte, Stand und Perspektiven der Eurolinguistik” von Uwe Hinrichs (S. 1-50).

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