Joachim Grzega's Blog

22. September 2010

LdL-Kontaktbrief September 2010

Filed under: Schule, Sprachdidaktik, Varia — Schlagwörter: , — grzega @ 23:46

Seit einigen Tagen steht der 151. LdL-Kontaktbrief auf http://www.ldl.de online.

Hier ein Auszug aus dem Brief:

[…] nach der großen Sommerpause ist es Zeit für einen neuen Kontaktbrief. LdLianer konnten mit einem guten Gefühl den Sommer verbringen, da kurz zuvor eine positive Zwischenbilanz zum Einsatz von LdL im Rahmen eines bayerischen Schulversuches veröffentlicht worden war. Dabei handelt es sich um den Schulversuch KOMPASS, der an der Georg-Hipp-Realschule im bayerischen Pfaffenhofen durchgeführt wird. KOMPASS steht für “KOMpetenz aus Stärke und Selbstbewusstsein”. Der Pfaffenhofener Kurier berichtete darüber (aus Urheberrechtsgründen darf der Artikel hier leider jedoch nicht hochgeladen werden).

Die Ruhepause von der alltäglichen LdL-Pflege ermöglichte, dass LdL-Samenkörner auf neuen geographischen, thematischen und institutionellen Feldern gepflanzt werden konnten.
1. Geographisch: Roland Graef, ein LdLianer der ersten Stunde, hat mit großem Erfolg eine Fortbildung an einem Gymnasium in der französischen Schweiz durchgeführt. Das Gymnasium hatte mich kontaktiert, und ich hatte ihm Roland Graef vermittelt. Von dem dortigen Organisator erhielt ich im Nachhinein begeisternde Worte des Lobes für Roland Graefs Veranstaltung. Hier ist Herrn Graefs eigener Erfahrungbericht (auch auf der LdL-Mailingliste bei ZUM veröffentlicht):
LdL-Fortbildung in der Schweiz: Ein Blick in die Zukunft von Schulgebäuden: Anlässlich einer LdL-Fortbildung in einem kleinen Ort in der französischen Schweiz – übrigens war dies in den vielen Jahren LdL-Fortbildung meine erste, die ich in französischer Sprache gehalten habe – fand ich mich in einem neuen „Gymnase“ im Aufbau wieder, von dem ich nur sagen kann: So könnte die Zukunft unserer Schulgebäude aussehen, falls unsere Sachaufwandsträger bereit wären, viel Geld in eine zeitgemäße Ausstattung zu investieren.
Da fällt zuerst das helle, freundliche Lehrerzimmer auf: Es ist riesengroß und in drei Bereiche aufgeteilt: am Eingang (der übrigens immer offen steht!) befindet sich ein großen Kommunikationsbereich mit Kaffeemaschine usw. sowie mit kleinen Tischen mit je 4 Stühlen. Dahinter, durch eine verschließbare Türe abgetrennt, kommt ein erster großen Arbeitsbereich mit super ausgestatteten Computer-Arbeitsplätzen in ausreichender Anzahl und schließlich folgt dahinter ein Silentium-Bereich mit individuellen Arbeitstischen. Da lässt sich wirklich leben und arbeiten! Für größere Veranstaltungen gibt es neben der Aula und einem großen Ausstellungsraum noch zwei top ausgestattete, große Konferenzsäle. Diese und die Klassenzimmer sind vollgepackt mit modernster Technik: White board und Flip-chart statt einer Tafel; mit Codewort gesicherter Lehrer-Computer unter dem Lehrertisch; Beamer an der Decke und statt eines Overhead-Projektors ein neuartiger Projektor auf dem Referenten- bzw. Lehrertisch, der alles, was unter seiner Linse liegt, per Beamer an die Wand projiziert. Zum Glück hatte ich für diese Fortbildung eine französische LdL-Powerpoint-Präsentation erstellt, denn in einer solchen Schule, in der alles nur noch elektronisch gezeigt wird, wäre ich mit meinem Foliensatz zu LdL hoffnungslos gescheitert und hätte mich von Anfang an als altmodischer Dino geoutet…
Sehr positiv für Verlauf und Erfolg der Veranstaltung war übrigens die Anwesenheit von Denise Delay, einer inzwischen pensionierten Schweizer Fachdidaktikerin für DaF, die eine DaF-Didaktik verfasst hat, in der LdL eine ganz wichtige Rolle spielt. Sie bestätigte die von mir vorgebrachten Erfahrungen mit LdL und machte diese somit glaubwürdiger.

2. Thematisch und institutionell: Eine weitere interessante Entwicklung hat sich in den USA aufgetan: Ein in Seattle beheimatetes Energie-Unternehmen möchte LdL in der innerbetrieblichen Fortbildung einsetzen. Der Leiter des Projekts möchte dies sogar zum Thema einer Doktorarbeit machen. Somit könnte sich LdL von den klassischen Bildungsinstitutionen Schulen, Hochschulen und Volkshochschulen nun allmählich auch im betrieblichen Alltag verankern. [….]

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