Joachim Grzega's Blog

7. November 2011

EuroCom und Englisch als Brückensprache für den Erwerb von Verstehenskompetenzen anderer Sprachen

Filed under: Eurolinguistik, Sprachdidaktik — Schlagwörter: , , , — grzega @ 07:00

Ein wiederkehrendes Thema in diesem Blog sind Forschungsberichte oder Publikationshinweise zu meinen eigenen sprachdidaktischen Konzepte. Ich möchte mein Wissen jedoch auch zur Verbesserung der Konzepte anderer zur Verfügung stellen. Aus diesem Grunde habe ich 2005 einmal einen Aufsatz “The Role of English in Learning and Teaching European Intercomprehension Skills” verfasst (erschienen im Journal for EuroLinguistiX 2: 1-17). Der Artikel zeigt, wie man seine passiven Sprachkenntnisse durch die Einbeziehung des Englischen (als wichtigster europäischer Zweitsprache) beim Erlernen europäischer Verstehensfertigkeiten erweitern kann. Dies wird anhand von EuroCom aufgezeigt. EuroCom ist ein Programm, das dem Lerner ermöglicht, Texte fremder Sprachen zu entschlüsseln, wenn man eine andere Sprache der gleichen Sprachgruppe (germanisch, romanisch oder slawisch) kennt. Der Lehrplan besteht aus sieben Einheiten, von den Schöpfern des Programms als Siebe bezeichnet. Dies sind Techniken, mit denen man die Ähnlichkeiten zwischen den Mitgliedern einer Sprachgruppe besser sehen kann: (1) (neulateinische) Internationalismen, (2) Sprachgruppen typische Wörter, (3) Lautentsprechungen, (4) Schreibung und Aussprache, (5) Satzbaustrukturen, (6) weitere Grammatik-Elemente, (7) Wortbausteine von Internationalismen (= Eurofixe) – darüber hinaus wird ein Blick auf sog. sprachspezifische Profilwörter geworfen. Allerdings wird das Potential der Englischkenntnisse von Lernern noch nicht voll ausgeschöpft. Viele Internationalismen und Profilwörter einzelner Sprachen sowie einige Eurofixe sind englischer Abstammung. Außerdem sollte Englisch aufgrund seines historisch bedingten germanisch-romanischen Mischcharakters nicht nur im germanischen Programm von Englischen berücksichtigt werden, sondern auch im romanischen Programm: das romanische Element in der englischen Sprache ist nicht nur für die Siebe (1) und (2) relevant, sondern auch für Siebe (3), (5) und (6).

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