Joachim Grzega's Blog

5. Januar 2014

Essay zu den Europawahlen 2014

Filed under: Ethik, Eurolinguistik, Lexikologie, Politik, Sozioökonomische Linguistik — Schlagwörter: , , — grzega @ 14:22

Zur Vorbereitung auf die anstehenden EU-Parlaments-Wahlen habe ich einen Essay verfasst: Er trägt den Titel “Ein anderes Europa – im Sprechen, Denken und Handeln” und ist auf der EHP-Plattform veröffentlicht.

Dabei zeigt der Essay, dass Wörter und Wendungen den Blick auf die Sache und deren weiteren Zusammenhang versperren oder sehr einengen: Wörte lösen positive oder negative Gefühle aus – je nachdem, mit welchem Ereignis sie verbunden werden oder zu welch anderen Wörtern sie ähnlich klingen. Der Essay betont, dass Definitionen von Wörtern nicht naturgegeben sind und es so möglich ist, selbst zu definieren, was wir unter dem Begriff “wirtschaftlicher Erfolg” verstehen wollen. Statt dem üblichen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes geht der Essay daher einigen alternativen Zielen nach: als Land ein guter Partner sein; ein langes gesundes Leben genießen; eine gute Schulbildung haben; ein sicheres Leben in Freiheit und ohne Armut führen; Leistungsbilanzen erzielen, die im Gleichgewicht sind. Der Essay untersucht den diesbezüglichen Erfolg der EU-Staaten und erörtert mögliche Wege, diese alternativen Ziele besser zu erreichen. Im Essay werden insbesondere Modelle hervorgehoben, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt haben. Zum einen hat die westeuropäische Wirtschafts- und Sozial­ordnung der 1950er bis 1970er Jahre zu Wohlstand für alle geführt und sogar zwei internationale Ölkrisen gemeistert. Zum anderen hat eine Reihe von Studien gezeigt: Je gemäßigter die Einkommensunterschiede, desto höher der allgemeine Wohlstand und auch desto weniger Notwendigkeit zu staatlichen Eingriffen. Statt einem „schlanken“, „einseitig und unternährten“ Staat bietet sich daher eher ein „gesunder“, „wohlgeformter“, „starker“ Staat an. Zum Ende des Essays werden einige Ideen für das Gespräch mit Parlamentskandidaten angeboten.

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