Joachim Grzega's Blog

14. August 2017

YouTubes zu Sprache/Denken/Handeln

Hier ein Ausschnitt aus dem letzten InES-Infobrief:

Teilbereich “Sprache, Denken und Kultur”:
Es wurde begonnen, Kurzvorträge zu den Themen dieses Teilbereichs auf YouTube zu stellen. Die ersten drei Videos speisen sich aus den schon einmal durchgeführten längeren interaktiven Präsentationen zu Frei-Sein, zu Zahlen und zu Frieden. Auch die jeweils etwa 7 Minuten langen YouTube-Clips enthalten Aufgaben zum Mitmachen. Sie sind unter den folgenden Internet-Adressen zu finden:

28. Juli 2017

Quiz-Abend + neue Buchpublikation

Hier der jüngste Info-Brief vom Vhs-Projekt „Innovative Europäische Sprachlehre“ (InES):

Ein kurzfristig angesetztes Angebot aus dem Bereich “Innovative Europäische Sprachlehre (InES)” : Montag, 31.07, 19.00-20.30 , im Vhs-Hauptgebäude (Spindeltal 5) gibt es ein unterhaltsames, aber lehrreiches Europa-Durchblick-Quiz mit Joachim Grzega. Man kann sich unter der Kurs-Nr. 3021 im Internet anmelden (www.vhs-don.de) oder einfach vorbeikommen (Teilnahmegebühr: 10 EUR).

Wer noch Lektüre für die Sommerferien sucht, interessiert sich vielleicht für die neueste Publikation, die InES-Projektleiter Prof. Dr. Joachim Grzega veröffentlicht hat. Der Titel lautet: “Wohlstand durch Wortschatz? Wie Wörter die Leistung europäischer Länder prägen und uns Chancen zu Besserem bieten”. Das Buch ist auch für Nicht-Experten zugänglich. Statistische Analysen zu europäischen Ländern enthüllen darin, dass Wörter sozio­ökonomisches Verhalten beeinflussen. Grzega zeigt sowohl Risiken von Bezeichnungen als auch Alternativen, wie Neubezeichungen einen Denk- und Handlungswandel auslösen können. Warum beispielsweise ist es besser, wenn das Wort für “Schulden” nicht mit dem Wort für “Schuld” zusammenhängt? Wie kann man über Sprache die unbegründete Angst vor bestimmten Inflationsraten nehmen? Wie kann man über Ersatzwörter für “Kollateralschaden”, die Menschen wieder zu friedfertigerem Denken und Handeln anregen? Dies sind nur drei der zahlreichen Beispiele. Grzega plädiert für einen höheren Wert von Sprachbewusstsein in unserem Bildungssystem und in der politischen Diskussion. Vhs-Geschäftsführerin Gudrun Reißer ist stolz, dass entsprechende innovative Angebote in Donauwörth stattfinden. Das Buch ist über http://www.epubli.de oder den Buchhandel erhältlich. Zum Ende der Sommerferien soll das Buch außerdem an der Vhs genauer vorgestellt werden. Grzega feiert mit dem Werk ein kleines Jubiläum, denn es ist bereits sein zwanzigstes Buch.

5. Mai 2017

Hinweis zum Europa-Tag

Filed under: Eurolinguistik, Lexikologie, Politik, Uncategorized — Schlagwörter: , , — grzega @ 23:33

Anlässlich des heutigen Europatags des Europäischen Rats möchte ich auf eine Veranstaltung von mir am Europatag der EU (9.5.) hinweisen:

  • 09. Mai 2017, 18:30-20:00: Freiheit, Freiheit oder Freiheit – die manipulative Kraft politischer Schlagwörter in Europa — Humorvolle, aber lehrreiche Präsentation an der VHS Donauwörth (86609 Donauwörth, Spindeltal 5, Raum 4; Tel. 0906/8070, info@vhs-don.de). Eintritt frei.

17. April 2017

Projekt Innovative Europäische Sprachlehre an der VHS Donauwörth

Filed under: Eurolinguistik — Schlagwörter: , — grzega @ 18:16

Seit diesem Monat bin ich an der VHS Donauwörth angestellt, als Leiter des Projekts „Innovative Europäische Sprachlehre“.

Es wird besondere Sprachkurse geben, aber auch Veranstaltungen zum Zusammenhang zwischen Sprache und Kultur, Sprache und Wirtschaft, Sprache und Politik. Dennoch wird der neue Bereich nicht einfach eine Kopie des EHP, sondern es wird ein neues Profil entstehen.

30. Januar 2017

Mein alternatives Europa-Quiz-Buch

Während meiner Zeit als Leiter des Europäischen Hauses Pappenheim hatte ich spezielle Europa-Quiz-Veranstaltungen entwickelt. Seit einiger Zeit führe ich eine überarbeitete Form dieses Quiz an der VHS Donauwörth im Rahmen des Projekts “Innovative Sprachlehre” durch. Das Besondere an diesen Quiz-Veranstaltungen ist, dass die Fragen meist nicht Detailwissen verlangen, sondern die Anwendungen allgemeiner Prinzipien beziehungsweise Faustregeln. (more…)

27. Januar 2017

Neues Programm der VHS Donauwörth

Das neue Programm der VHS Donauwörth ist erschienen. Darin gibt es auch wieder einige Angebote von mir (Sprachkurse sowie Veranstaltungen zu Sprachen/Denken/Kultur). Hier die Daten: https://asecoli.wordpress.com/termine/.

30. Dezember 2016

Journal for EuroLinguistiX Band 13

Der neueste Band des Journal for EuroLinguistiX ist erschienen. Der neueste Band des Journal for EuroLinguistiX ist erschienen. Dort finden sich von mir ein Bericht zum Sprach-Not-Arzt und zu LdL bei Integrationskursen sowie Analysen zu Sprache/Denken/Handeln. Auch einige meiner Studentinnen haben darin Beiträge veröffentlicht. Der Band kann nochmal als ein Rückblick auf die Arbeit im EHP gesehen werden. Hier das Inhaltsverzeichnis:

Schlosser, Carolin: “Flüchtling” und “Migrant” – europäische Denotationen und Konnotationen

Würth, Anne: Manipulative Bezeichnungen von Regierungschefs in europäischen Zeitungsüberschriften

Grzega, Joachim: Alternative European Values in European Headlines: Competitiveness, Privatization, Solidarity, Socialization, Welfare State

Hippler, Nina: Der Syrien-Krieg in den Medien – eurolinguistische Analysen

Ferrarotti, Laura: English in the Urban Linguistic Landscape: From Lingua Franca to “Lingua Symbol” – A Brief Overview of Case Studies

Grzega, Joachim: “Limites”, “liberté”, “sécurité” – accès académiques aux pensées de différents européens, au bénefice d’un public général

Grzega, Joachim: Erfahrungen mit Sprach-Not-Arzt und LdL für Integrationskurse:
Ein Rückblick auf 2016

Grzega, Joachim: Gedanken eines Eurolinguisten zu Sprache, Ökonomie und Frieden: Texte aus dem Europäischen Haus Pappenheim für den europäischen Normalbürger (with English translations)

EHP Memorandum on Establishing Eurolinguistics as a University Field

17. April 2016

Schöne Abschlussveranstaltung im EHP

Hier der letzte EHP-Newsletter zu meiner Veranstaltung mit 3 Studentinnen einschließlich Rückblick und Verabschiedung aus dem EHP:

Viel Applaus für Studentinnen, stehende Ovationen für Joachim Grzega

Es war die letzte Veranstaltung im EHP als Zentrum für Politik, Kulturen und Sprachen. Der Saal war noch einmal voll besetzt.

Unter der Betreuung von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega hatten sich Studentinnen der Universität Eichstätt-Ingolstadt anhand von deutschen, französischen, spanischen, polnischen und britischen Zeitungsüberschriften der manipulativen Kraft von Sprache gewidmet. Dazu waren 3 Stationen sowie das EUROLINGUA-Museum aufgebaut, die die Besucher in verschiedenen Gruppen durchliefen. Jede Studentin bot dabei nicht nur ihre Ergebnisse, sondern animierte das Publikum auch zum Mitdenken. Anne Würth demonstrierte die Benennungen verschiedener Regierungschefs: Merkel, Obama, Cameron, Hollande, Tsipras, Assad, Putin. Dabei falle etwa auf, dass Putin am seltensten mit Vornamen genannt werde. Da Vornamen eine gewisse Nähe und positive Emotion vermitteln, könnte ein Grund darin liegen, dass man keine Sympathie aufkommen lassen will. Dazu passe auch, dass er unter den analysierten Personen der einzige ist, bei dem man eindeutig negative Wertungen findet, wie “der böse Putin”. Agnes Giglberger hatte verschiedene Ausdrücke ungleicher Vermögensverteilung untersucht. Bei geringeren Unterschieden in der Vermögensverteilung eines Staates dominieren die weniger scharf klingenden Begriffe „Ungleichheit“ und “Gleichheit”. Ist die Schere größer, überragen die emotionaleren Begriffe „Armut“ und „Reichtum“, auch wenn diese eigentlich einseitig sind und vergessen lassen, dass Armut nur die Kehrseite von Reichtum ist. Carolin Schlosser zeigte Wörter für verschiedene Gruppen von Zuwanderern auf. Grundsätzlich sei dabei von Vorteil, wenn man viele Arten von Zuwanderern unterscheidet, weil dies auch eine differenziertere Sichtweise ermögliche. Allerdings könne dies auch zu wertenden Sprechweisen führen. Wenn zum Beispiel der Worttyp “Migrant” nur mit osteuropäischen Herkunftsstaaten, aber nicht mit westeuropäischen verknüpft wird, werde der Begriff negativ mit Armut verknüpft. Die Genfer Flüchtlingskonvention regele den Begriff “Flüchtling”, schließe dabei aber nicht ein, wenn jemand vor dem Hungertod flieht. Dadurch könne das Wort “Wirtschaftsflüchtling” den Eindruck vermitteln, dass die Flucht nicht wirklich berechtigt sei.

Im Laufe des Abends zog Joachim Grzega auch kurz Bilanz über die weit über 100 EHP-Veranstaltungen. Das EHP habe stets Hilfe für Menschen angeboten, damit man Europa sowohl kulturell als auch ökonomisch besser versteht. Grzega sagte, dass es Bildungseinrichtungen für eine neue Art der Aufklärung bräuchte – echt europäisch, auf der Grundlage von komplexer wissenschaftlicher Beobachtung, aber allgemein verständlich formuliert, manchmal mit einer Prise Humor. Er betonte die zentrale Rolle seiner Sprachlehrkonzepte, die sich auch die Pappenheimer Bürger vorwiegend gewünscht hatten: Er erinnerte an den 91-jährigen Lerner in seinem Basic-Global-English-Kurs, den SprachFitnessStudio-Teilnehmer aus Flensburg, die vielen zufriedenen Teilnehmer seiner Sprach-Not-Arzt-Angebote. Damit hatte er sogar den Sprung ins bayerische Fernsehen geschafft. Des Weiteren freute sich Grzega über Einladungen in alle Regierungsbezirke Bayerns und etliche Orte darüber hinaus: Magdeburg, Lüneburg, Saarbrücken, Stuttgart, Innsbruck. Ferner zeigte er auf, dass er stets im Sinne der gesamten Stadt dachte und Seminare und Tagungen so plante, damit so auch die Innenstadt mit Gästen belebt wurde, auch außerhalb der touristischen Hauptsaison. Weitere Tagungen wären bereits geplant gewesen. Schließlich bedankte er sich auch für die Mitarbeit bei Wilma Vogel, Dr. Bea Klüsener und einigen Vereinen. Alle, die beim Aufbau des EHP mitgearbeitet hätten, könnte auf das Erreichte stolz sein. Im Gegenzug bedankten sich Renate Prusakow vom Heimat- und Geschichtsverein sowie Martin Stehr und Ludwig Schütz vom Städtepartnerschaftsverein bei Grzega für die gute Kooperation und zeigten sich über das Ende des EHP-Betriebs tief betroffen. Bewegt blickte auch 1. Bürgermeister Uwe Sinn auf die Zeit mit Grzega zurück. Grzega habe stets alle Vorgaben des Stadtrats übertroffen, bei inhaltlichen Herausforderungen schnell Lösungen geboten und außerdem zahlreiche international hochkarätige Personen nach Pappenheim gebracht. All dies habe zur Aufwertung Pappenheims und zu einer überregional positiven Werbung für die Stadt beigetragen. Manch einer im Saal hatte eine Träne im Auge und das Publikum dankte Grzega mit stehendem Applaus für dessen Leistung. Er wahrte trotz der wehmütigen Stimmung auch seinen Humor und lud ein, mit ihm in Kontakt zu bleiben. Abschließend präsentierte Grzega seine jüngste Komposition: sie vereint die Wendung “in Frieden” in verschiedenen europäischen Sprachen. Am Ende sang das Publikum mit. Bilder unter http://www.ehp-online.eu.

7. April 2016

Studentisches Projekt zur Sprachmanipulation als meine letzte EHP-Veranstaltung

Im EHP-Newsletter wurde meine letzte Veranstaltung angekündigt (15.04., 18:15-19:45), die ich zusammen mit 3 Studentinnen von der Uni Eichstätt mache. Es geht nochmal um neueste Analysen zur manipulativen Kraft von (politischer/medialer) Sprache : (more…)

20. Januar 2016

Europäische Sprach- und Sachgeschichte mit Essen verbinden

Im EHP habe ich mal wieder eine neue Reihe ausgestestet: „Sprach- und Sachgeschichte mit Genuss“. Hier der Bericht der ersten Veranstaltung aus dem EHP-Newsletter:

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