Joachim Grzega's Blog

25. Dezember 2015

Deutsch-Studie und andere Eurolinguistik-Beiträge veröffentlicht

Filed under: Eurolinguistik, Lexikologie, Sprachdidaktik, Uncategorized — Schlagwörter: , , — grzega @ 23:47

Der neue Band des Journal for EuroLinguistiX ist veröffentlicht. Hier die entsprechende Meldung aus dem EHP-Newsletter:

Joachim Grzega, Leiter des EHP und Professor an der Universität Eichstätt-Ingolstadt, hat eine Auswahl der Vorträge herausgegeben, die im Frühjahr auf der internationalen Eurolinguistik-Tagung im EHP vorgestellt wurden. Sie sind online unter www.eurolinguistix.com zugänglich. Die Autoren stammen aus Deutschland, Österreich, Italien und Bulgarien. Dabei werden etwa die besonderen Vorteile der europäischen Sprachen als Forschungsgegenstand und der Bedarf spezieller Methoden aufgezeigt. Ein Beitrag zeigt, wie Engländer sich im 16. und 17. Jahrhundert im Verhältnis zu Europa sahen – mal als Teil Europas, mal als etwas davon Getrenntes. Gezeigt wird auch, wie Eigennamen manchmal in mehreren europäischen Sprachen zu Normalwörtern werden. Ein weiterer Aufsatz zeigt, dass auch das in der Eurolinguistik etwas stiefmütterlich behandelte Bulgarische bezüglich seines Wortschatzes typisch europäisch ist. Ferner wird gezeigt, dass europäische Universitäten ihre englischen Internet-Seiten mittlerweile immer mehr so gestalten, dass sie nicht nur informieren, sondern auch ausländische Studierende anziehen. Joachim Grzega selbst berichtet über Forschungsergebnisse zu seinem Deutsch-Lehrkonzept für Migranten und Flüchtlinge: den “Sprach-Not-Arzt”. Dieses Konzept hat Grzega zusammen mit zwei ehemaligen Eichstätter Studentinnen entwickelt und stellt es mittlerweile in ganz Bayern und darüber hinaus vor. Im Artikel wird aufgezeigt, wie durch ein ausgeklügeltes System aus Bildern, Lehrersprache, Pantomime, Übungstypen und Lehrerverhalten das Konzept deutlich effizienter als herkömmliche Deutsch-Lehrmodelle sein kann. Den Abschluss des Bandes bildet eine Stellungnahme, die die Teilnehmer am Ende der Tagung verfasst haben, um die Notwendigkeit der Eurolinguistik als eigenes akademisches Fach zu unterstreichen. Für April 2016 ist dann die bereits vierte internationale Eurolinguistik-Tagung im EHP geplant. Das Rahmenthema lautet “Europäische Sprachen und gesellschaftliche Themen”. Näheres dazu findet sich unter http://ehp.pappenheim.de/forschung/eurolinguistics-conference/.

25. Januar 2015

Interaktive Ausstellung zu Europas Sprachen

Mit Studierenden habe ich ein eurolinguistisches Projekt durchgeführt. Wir zeigen am kommenden Sonntag ein eurolinguistisches Museum im Europäischen Haus Pappenheim. Hier der Ausschnitt aus dem EHP-Newsletter: (more…)

5. Oktober 2014

Webinar „Europäisch lernen“ jetzt online

Das Internet-Seminar „Europäisch lernen — ein Sprachschnupperkurs einmal anders“, das ich für die WBS Training AG anlässlich des 5. Deutschen Weiterbildungstages gehalten habe, ist jetzt online zu sehen.

5. Januar 2014

Essay zu den Europawahlen 2014

Filed under: Ethik, Eurolinguistik, Lexikologie, Politik, Sozioökonomische Linguistik — Schlagwörter: , , — grzega @ 14:22

Zur Vorbereitung auf die anstehenden EU-Parlaments-Wahlen habe ich einen Essay verfasst: Er trägt den Titel “Ein anderes Europa – im Sprechen, Denken und Handeln” und ist auf der EHP-Plattform veröffentlicht.

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4. Januar 2014

Presse-Beitrag zu Pseudo-Anglizismen

Filed under: Eurolinguistik, Lexikologie, Sprachgeschichte — Schlagwörter: — grzega @ 14:09

Vor einiger Zeit wurde ich von einem Journalisten der Deutschen Presse-Agentur zum Thema „Pseudo-Anglizismen“ interviewt. Nun ist sein Beitrag erschienen, zum Beispiel in der Welt online.

17. April 2012

Handbuch zur Historischen Soziolinguistik erschienen

Filed under: Lexikologie, Sprachgeschichte — Schlagwörter: , — grzega @ 15:16

Für alle, die sprachhistorisch interessiert, sei auf ein neues schönes Handbuch verwiesen, zu dem auch ich auf Grund meiner Arbeiten zur Onomasiologie einen Beitrag leisten durfte. Es ist im Wiley-Blackwell-Verlag erschienen und trägt den Titel Handbook of Historical Sociolinguistics.

10. November 2011

Von Klammeraffen und Gänsefüßchen: Kultur und Kognition im Spiegel der Satz- und Sonderzeichen

Filed under: Lexikologie, Sprachgeschichte, Sprachvariation — Schlagwörter: — grzega @ 07:02

Man mag es auf den ersten Blick nicht glauben. Aber auch Namen für Satzzeichen und Sonderzeichen einen interessanten Einblick in die Denkweise von Sprechern geben, gerade wenn sie die Bezeichnung nicht sicher beherrschen. Mit diesem Thema habe ich mich vor einigen Jahren im Aufsatz beschäftigt. Ich habe Namen für Satzzeichen in der deutschen Sprachgeschichte gesammelt. Dabei haben die Satzzeichenbenenennungen gezeigt, dass sich Kulturwandel in Bezeichnungswandel bzw. in Veränderungen von Bezeichnungspräferenzen niederschlagen kann. Der augenblickliche Kulturwandel (more…)

5. November 2011

Auch in formellen Situationen: Österreichisches Deutsch ≠ Deutsches Deutsch ≠ Bayerisches Deutsch

Filed under: Lexikologie, Pragmatik, Sprachvariation — Schlagwörter: , , — grzega @ 18:37

In meinen ersten Jahren als Wissenschaftler war – nicht zuletzt durch ein Semester Studium in Graz – das Österreichische Deutsch einer meiner Forschungsschwerpunkte. In der Tat verdanke ich meinem Grazer akademischen Lehrer Rudolf Muhr meine erste Publikation – er hat die Hauptseminararbeit, die ich in seinem Kurs verfasst habe, in einen von ihm herausgegebenen Sammelband aufgenommen. Es folgten eine Reihe weiterer Aufsätze. Dabei habe ich stets versucht aufzuzeigen, dass das Österreichische Deutsch im Bereich des Wortbestandes, des Wortgebrauchs und der Kommunikationsstrategien eine eigene Standardvarietät darstellt, die sich auch vom süddeutschen Standard unterscheidet. Gerade der Bereich des Wortgebrauchs und der Kommunikationsstrategien fristete in den 1990er und frühen 2000er Jahren noch ein Mauerblümchen-Dasein. Grundsätzlich war zu beobachten, dass (more…)

4. November 2011

10 Jahre Sprachwissenschaft ohne Fachchinesisch

Während Populärwissenschaft hauptsächlich bereits veröffentlichte Fachartikel in eine allgemein verständliche Sprache zu übersetzen versucht, habe ich vor 10 Jahren zum ersten Mal angestrebt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse gleich bei der Erstveröffentlichung so zu präsentieren, dass sie einem breiteren Publikum zugänglich sind. Schon damals habe ich versucht auch die Studierenden mit einzubinden. Es wurden mehrere (Klein-)Studien durchgeführt, die ich dann zu einem Werk mit dem Titel Sprachwissenschaft ohne Fachchinesisch: 7 aktuelle Studien für alle Sprachinteressierten (Aachen: Shaker 2001) zusammengetragen habe. Die einzelnen Beiträge werden hier nochmal in knappster Form zusammengefasst. (more…)

3. November 2011

Okzitanisch als Gebersprache für Entlehnungen aus dem europäischen Mittelalter?

Filed under: Eurolinguistik, Lexikologie, Sprachgeschichte — Schlagwörter: , — grzega @ 00:14

Ich liebe Wörter und Wortgeschichten. Zusätzlich ist die Eurolinguistik eines meiner Forschungsgebiete. Wer sich auch nur oberflächlich mit anderen Sprachen befasst hat (z.B. durch das Lesen von Schildern und Speisekarten im Ausland), wird leicht feststellen, dass es Wörter gibt, die in mehreren Sprachen auftauchen, sog. Internationalismen. Viele europäische (oder westliche) Internationalismen stammen aus dem Lateinischen (z.B. international, global), Französischen (z.B. Café, Restaurant, Bistro) und Englischen (z.B. Show, Camping, Radio). Zu einem geringeren Teil kommen Internationalismen aus dem Italienischen (z.B. Pizza, Oper), Arabischen (z.B. Algebra, Ziffer) und Deutschen (z.B. Lager(bier)).

Nun war im Mittelalter das Okzitanische/Provenzalische eine sehr prestigeträchtigste Sprache (vor allem im schöngeistigen Bereich, etwa die Troubadourlyrik). Daher habe ich mir 2007 die Frage gestellt, ob sich in Europa nicht auch Internationalismen okzitanischer Herkunft finden lassen – zumindest in den Ländern, die man seinerzeit zum europäischen Kulturkreis zählen konnte. (more…)

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