Joachim Grzega's Blog

5. November 2011

Auch in formellen Situationen: Österreichisches Deutsch ≠ Deutsches Deutsch ≠ Bayerisches Deutsch

Filed under: Lexikologie, Pragmatik, Sprachvariation — Schlagwörter: , , — grzega @ 18:37

In meinen ersten Jahren als Wissenschaftler war – nicht zuletzt durch ein Semester Studium in Graz – das Österreichische Deutsch einer meiner Forschungsschwerpunkte. In der Tat verdanke ich meinem Grazer akademischen Lehrer Rudolf Muhr meine erste Publikation – er hat die Hauptseminararbeit, die ich in seinem Kurs verfasst habe, in einen von ihm herausgegebenen Sammelband aufgenommen. Es folgten eine Reihe weiterer Aufsätze. Dabei habe ich stets versucht aufzuzeigen, dass das Österreichische Deutsch im Bereich des Wortbestandes, des Wortgebrauchs und der Kommunikationsstrategien eine eigene Standardvarietät darstellt, die sich auch vom süddeutschen Standard unterscheidet. Gerade der Bereich des Wortgebrauchs und der Kommunikationsstrategien fristete in den 1990er und frühen 2000er Jahren noch ein Mauerblümchen-Dasein. Grundsätzlich war zu beobachten, dass (more…)

Advertisements

4. November 2011

10 Jahre Sprachwissenschaft ohne Fachchinesisch

Während Populärwissenschaft hauptsächlich bereits veröffentlichte Fachartikel in eine allgemein verständliche Sprache zu übersetzen versucht, habe ich vor 10 Jahren zum ersten Mal angestrebt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse gleich bei der Erstveröffentlichung so zu präsentieren, dass sie einem breiteren Publikum zugänglich sind. Schon damals habe ich versucht auch die Studierenden mit einzubinden. Es wurden mehrere (Klein-)Studien durchgeführt, die ich dann zu einem Werk mit dem Titel Sprachwissenschaft ohne Fachchinesisch: 7 aktuelle Studien für alle Sprachinteressierten (Aachen: Shaker 2001) zusammengetragen habe. Die einzelnen Beiträge werden hier nochmal in knappster Form zusammengefasst. (more…)

1. Juli 2011

Mein Einführungswerk in die Linguistik ist erschienen

Mein sprachwissenschaftliches Einführungswerk ist nun bei LINCOM erschienen. Der vollständige Titel lautet: Introduction to Linguistics from a Global Perspective: An Alternative Approach to Language and Languages. Das Werk ist aus über 10 Jahre langer Unterrichtspraxis entstanden. Diese allgemeine Einführung wendet sich sowohl an Anglistik- als auch an Europa-Studierende sowie Studierende, die Linguistik nur im  Nebenfach belegen (z.B. Studierende der Psychologie, Journalistik, Geographie, Literaturwissenschaft, Informatik, Kulturwissenschaft, Ökonomie). Sprachbeispiele entstammen (more…)

26. August 2010

Handbuch der Eurolinguistik erschienen

Filed under: Eurolinguistik, Pragmatik, Sprachdidaktik — Schlagwörter: , , — grzega @ 14:51

Das von Uwe Hinrichs herausgegebene Handbuch der Eurolinguistik ist erschienen. Darin auch zwei Artikel von mir, nämlich zu Global English (incl. BGE) und zu Kommunikationsstrategien in europäischen Sprachen.

(more…)

21. Februar 2010

Westerwelles verantwortungslose Rhetorik

Filed under: Pragmatik — Schlagwörter: — grzega @ 21:53

Die Äußerungen von Guido Westerwelle über Hartz-IV-Empfänger sind derart sarkastisch, infam und perfide, dass ein Sprachwissenschaftler, der sich bei seinem Wirken auch der Gesellschaft verpflichtet fühlt, auf das Wesen von Westerwelles politischer Rhetorik hinweisen muss. (more…)

23. Mai 2009

Eurolinguistik: Beiträge für die Wikipedia

Filed under: Eurolinguistik, Hochschuldidaktik/Lehre, Pragmatik — Schlagwörter: , , , — grzega @ 11:14

Für meine letzte Eurolinguistik-Sitzung hatte ich geplant, die Studierenden Artikel zu Themen der interkulturellen Kommunikation in der englischen Wikipedia erstellen bzw. überarbeiten zu lassen. Ich war erstaunt, dass doch nur 1 Student Erfahrung in der aktiven Mitarbeit an Wikipedia hatte. Ursprünglich wollte ich Teams aus Wiki-Erfahrenen und Wiki-Unerfahrenen bilden, aber das war nun nicht möglich. So wurden reine inhaltliche Teams gebildet und das Ziel der Stunde war dann ein zweifaches:

  • üben, zentrale Elemente aus einem Text für ein allgemeines Publikum auf englisch zusammenfassen zu können
  • sich mit der Wiki-Technologie vertraut machen

Der wikierfahrene Student übernahm (mit meiner Unterstützung) die allgemeine Betreuung und hat dabei selber noch einiges zusätzlich gelernt (Prinzip LdL). Für das Vorbereiten/Üben habe ich dann im Kurs schnell eine Plattform auf Wikiversity erstellt. Ich habe den Eindruck, es hat insgesamt gut funktioniert. Viele Studierende hatten mit Blick auf die Ziele effektiv etwas aus der Sitzung mitgenommen und wollen auch darüber hinaus an dem Beitrag arbeiten, bis er endgültig von der Wikiversity auf die Wikipedia gestellt ist. Den zentralen Überblicksartikel “intercultural communication” habe ich bereits überarbeitet und in die Wikipedia gestellt. Die übrigen Studierenden sollen nun in der Folge ihre Beiträge einstellen und mit dem Hauptartikel verlinken.

21. April 2009

Forschungsthemen fürs Sommersemester 2009

Meine Forschungsinteressen sind neben hochschuldidaktischen Themen auch in diesem Semester weiterhin die folgenden Bereiche:

  • Basic Global English (BGE)
  • Pragmatik europäischer Sprachen und interkulturelle Kommunikation (Europragmatik)
  • europäische Wortschatzgeschichte
  • Experten-Laien-Kommunikation
  • Mehrsprachigkeitsdidaktik
  • europäische Sprachpolitik
  • Kommunikationsunterschiede zwischen Ländern gleicher Sprache
« Newer Posts

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.