Joachim Grzega's Blog

31. Dezember 2016

LdL-Newsletter Nr. 166

Filed under: Hochschuldidaktik/Lehre, Politik, Varia — Schlagwörter: , , , — grzega @ 01:02

Der neueste LdL-Newsletter ist erschienen:

 

Liebe LdL-Freunde,

unter der URL

http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/ELiX/vol13.htm

findet sich die letzte Ausgabe des Journal for EuroLinguistiX. Ein Teil der Ausgabe stand auch im Zeichen von LdL:

1. Drei Studentinnen (Nina Hippler, Carolin Schwimmer, Anne Würth) haben eine Master-Arbeit bzw. zwei Seminararbeiten veröffentlicht, die aus Projektseminaren hervorgegangen sind. Die Projektseminare schlossen öffentliche Veranstaltungen für ein breites Publikum mit ein. Die Vorbereitung dorthin geschah stets nach den LdL-Prinzipien. Die Arbeiten zeigen schön, wie die Studentinnen sowohl wissenschaftliche Kompetenzen als auch Teamkompetenz entwickelt haben.

2. Ich habe einen Bericht zu den jüngsten Erfahrungen mit meinem Sprach-Not-Arzt-Konzept und mit LdL im Rahmen eines Integrationskurses aus Flüchtlingen und EU-Migranten einbauen können (Anfängerkurs). Für manche TeilnehmerInnen war LdL ein Modell, das erstmal Staunen auslöste, das sie dann aber vollkommen akzeptierten und gerne mitmachten. Die Teilnehmer konnten dabei sehen, dass sie die sprachlichen Zielkompetenzen auch viel früher als geplant erwerben konnten. Im Bericht wird auf die empirischen Ergebnisse eingegangen.

In der letzten Ausgabe des LdL-Newsletters habe ich einen Studenten aus Indonesien erwähnt, der LdL in seiner Studienabschlussarbeit zum Thema gemacht hat. Seine Arbeit ist am Ende so gut beurteilt worden, dass er nun ein Stipendium für ein Aufbaustudium in China erhalten hat, wo er seine LdL-Studien fortführen möchte. Ferner hat mir ein US-Amerikaner angekündigt, eine Studie zu LdL in der innerbetrieblichen Fortbildung durchzuführen. LdL wird also weiter schrittweise internationalisiert.

Einen guten Start ins neue Jahr wünscht


Joachim Grzega

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17. April 2016

Schöne Abschlussveranstaltung im EHP

Hier der letzte EHP-Newsletter zu meiner Veranstaltung mit 3 Studentinnen einschließlich Rückblick und Verabschiedung aus dem EHP:

Viel Applaus für Studentinnen, stehende Ovationen für Joachim Grzega

Es war die letzte Veranstaltung im EHP als Zentrum für Politik, Kulturen und Sprachen. Der Saal war noch einmal voll besetzt.

Unter der Betreuung von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega hatten sich Studentinnen der Universität Eichstätt-Ingolstadt anhand von deutschen, französischen, spanischen, polnischen und britischen Zeitungsüberschriften der manipulativen Kraft von Sprache gewidmet. Dazu waren 3 Stationen sowie das EUROLINGUA-Museum aufgebaut, die die Besucher in verschiedenen Gruppen durchliefen. Jede Studentin bot dabei nicht nur ihre Ergebnisse, sondern animierte das Publikum auch zum Mitdenken. Anne Würth demonstrierte die Benennungen verschiedener Regierungschefs: Merkel, Obama, Cameron, Hollande, Tsipras, Assad, Putin. Dabei falle etwa auf, dass Putin am seltensten mit Vornamen genannt werde. Da Vornamen eine gewisse Nähe und positive Emotion vermitteln, könnte ein Grund darin liegen, dass man keine Sympathie aufkommen lassen will. Dazu passe auch, dass er unter den analysierten Personen der einzige ist, bei dem man eindeutig negative Wertungen findet, wie “der böse Putin”. Agnes Giglberger hatte verschiedene Ausdrücke ungleicher Vermögensverteilung untersucht. Bei geringeren Unterschieden in der Vermögensverteilung eines Staates dominieren die weniger scharf klingenden Begriffe „Ungleichheit“ und “Gleichheit”. Ist die Schere größer, überragen die emotionaleren Begriffe „Armut“ und „Reichtum“, auch wenn diese eigentlich einseitig sind und vergessen lassen, dass Armut nur die Kehrseite von Reichtum ist. Carolin Schlosser zeigte Wörter für verschiedene Gruppen von Zuwanderern auf. Grundsätzlich sei dabei von Vorteil, wenn man viele Arten von Zuwanderern unterscheidet, weil dies auch eine differenziertere Sichtweise ermögliche. Allerdings könne dies auch zu wertenden Sprechweisen führen. Wenn zum Beispiel der Worttyp “Migrant” nur mit osteuropäischen Herkunftsstaaten, aber nicht mit westeuropäischen verknüpft wird, werde der Begriff negativ mit Armut verknüpft. Die Genfer Flüchtlingskonvention regele den Begriff “Flüchtling”, schließe dabei aber nicht ein, wenn jemand vor dem Hungertod flieht. Dadurch könne das Wort “Wirtschaftsflüchtling” den Eindruck vermitteln, dass die Flucht nicht wirklich berechtigt sei.

Im Laufe des Abends zog Joachim Grzega auch kurz Bilanz über die weit über 100 EHP-Veranstaltungen. Das EHP habe stets Hilfe für Menschen angeboten, damit man Europa sowohl kulturell als auch ökonomisch besser versteht. Grzega sagte, dass es Bildungseinrichtungen für eine neue Art der Aufklärung bräuchte – echt europäisch, auf der Grundlage von komplexer wissenschaftlicher Beobachtung, aber allgemein verständlich formuliert, manchmal mit einer Prise Humor. Er betonte die zentrale Rolle seiner Sprachlehrkonzepte, die sich auch die Pappenheimer Bürger vorwiegend gewünscht hatten: Er erinnerte an den 91-jährigen Lerner in seinem Basic-Global-English-Kurs, den SprachFitnessStudio-Teilnehmer aus Flensburg, die vielen zufriedenen Teilnehmer seiner Sprach-Not-Arzt-Angebote. Damit hatte er sogar den Sprung ins bayerische Fernsehen geschafft. Des Weiteren freute sich Grzega über Einladungen in alle Regierungsbezirke Bayerns und etliche Orte darüber hinaus: Magdeburg, Lüneburg, Saarbrücken, Stuttgart, Innsbruck. Ferner zeigte er auf, dass er stets im Sinne der gesamten Stadt dachte und Seminare und Tagungen so plante, damit so auch die Innenstadt mit Gästen belebt wurde, auch außerhalb der touristischen Hauptsaison. Weitere Tagungen wären bereits geplant gewesen. Schließlich bedankte er sich auch für die Mitarbeit bei Wilma Vogel, Dr. Bea Klüsener und einigen Vereinen. Alle, die beim Aufbau des EHP mitgearbeitet hätten, könnte auf das Erreichte stolz sein. Im Gegenzug bedankten sich Renate Prusakow vom Heimat- und Geschichtsverein sowie Martin Stehr und Ludwig Schütz vom Städtepartnerschaftsverein bei Grzega für die gute Kooperation und zeigten sich über das Ende des EHP-Betriebs tief betroffen. Bewegt blickte auch 1. Bürgermeister Uwe Sinn auf die Zeit mit Grzega zurück. Grzega habe stets alle Vorgaben des Stadtrats übertroffen, bei inhaltlichen Herausforderungen schnell Lösungen geboten und außerdem zahlreiche international hochkarätige Personen nach Pappenheim gebracht. All dies habe zur Aufwertung Pappenheims und zu einer überregional positiven Werbung für die Stadt beigetragen. Manch einer im Saal hatte eine Träne im Auge und das Publikum dankte Grzega mit stehendem Applaus für dessen Leistung. Er wahrte trotz der wehmütigen Stimmung auch seinen Humor und lud ein, mit ihm in Kontakt zu bleiben. Abschließend präsentierte Grzega seine jüngste Komposition: sie vereint die Wendung “in Frieden” in verschiedenen europäischen Sprachen. Am Ende sang das Publikum mit. Bilder unter http://www.ehp-online.eu.

7. April 2016

Studentisches Projekt zur Sprachmanipulation als meine letzte EHP-Veranstaltung

Im EHP-Newsletter wurde meine letzte Veranstaltung angekündigt (15.04., 18:15-19:45), die ich zusammen mit 3 Studentinnen von der Uni Eichstätt mache. Es geht nochmal um neueste Analysen zur manipulativen Kraft von (politischer/medialer) Sprache : (more…)

26. Januar 2014

EHP-Shakespeare-Tag ein voller Erfolg

Das Lehrkonzept LdL hat wieder einmal volle Früchte getragen. 6 Studierende der Uni Eichstätt haben unter Betreuung von Bea Klüsener und mir Shakespeare-Nachmittag in deutscher und englischer Version im Europäischen Haus Pappenheim (EHP) gestaltet. Studierende konnten dies als Alternative zu einer traditionellen Seminararbeit durchführen. Das Feedback des Publikums, das ich erhalten habe, (auch von Lehrkräften) war ausnahmslos positiv. Hier der Beitrag auf den EHP-Webseiten.

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