Joachim Grzega's Blog

4. Februar 2015

EHP-Besucher erlebten Europa-Sprachgeschichte zum Anfassen

Die EHP-Veranstaltung mit den Studierenden ist gut angekommen. Hier der Auszug auf dem EHP-Newsletter:

Vergangenen Sonntag wurde eine Ausstellung zu den Gemeinsamkeiten der europäischen Sprachen im EHP eröffnet. Geboten wurden durch das ganze Haus verteilt mehr als 30 kleine Stationen zu Schriften, Laute, Grammatik, Wörter und Wendungen, Höflichkeitsformen, Sprachdokumente, Sprachpolitik, Sprachunterricht, Sprache in literarischen Texten. Erstellt wurden die Stationen von den Eichstätter Studierenden Anna-Lena Heimerdinger, Nina Hippler, Sabrina Nerb und Matthias Mugratsch sowie ihrem Dozenten, EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega. Sie zeigten, dass man auch ohne großen technologischen Einsatz unterhaltsam und lehrreich sein kann. Mal waren es einfache Stationen, mal schwierigere, sodass für jeden etwas dabei ist. Die Gäste konnten aber entscheiden, ob sie eine Aufgabe selbst lösen wollten oder gleich zur Lösung gehen wollten. Die generationenübergreifenden Besucher animierten die Stationen zu zahlreichen Gesprächen, sodass das EHP seine Türen länger als geplant offen hielt. Auch über den Namen der Ausstellung konnten die Besucher abstimmen und eigene Vorschläge unterbreiten. Die meisten empfanden EUROLINGUA als den passenden Namen. EHP-Leiter Grzega, der mit dieser Ausstellung auf deutsch und englisch auch ein europäisches Identitätsgefühl spürbar machen wollte, wird diese noch erweitern. Auch in den nächsten Monaten kann man auf Anfrage die Ausstellung besuchen, die in dieser Darstellung eurolinguistischer Forschungsergebnisse einzigartig ist.

28. Januar 2010

Stationenquiz als LdL-Technik

Filed under: Eurolinguistik, Hochschuldidaktik/Lehre, Sprachgeschichte — Schlagwörter: , , — grzega @ 10:04

Abwechslung tut auch bei einem interaktiven Seminar gut. Das gilt insbesondere für das Konzept LdL. Vor Kurzem habe ich mir daher ein Stationenquiz überlegt. Ich habe einige Stationen aufgebaut, (more…)

25. Juni 2009

Wie mich heute eine Studentin faszinierte…

Filed under: Hochschuldidaktik/Lehre, Sprachgeschichte — Schlagwörter: , , , — grzega @ 22:46

Heute war ich total begeistert von der Leistung einer Studentin im Sprachgeschichtskurs. Eher im Scherz (weil sie auf schnelle Erledigung der Aufgabe drängte) bot ich ihr an, die Unterrichtssequenz weiterzuleiten. Und sie tat es. In den ersten drei Sitzungen hatte sie praktisch keine Ahnung von Sprachgeschichte und dachte von sich selbst, dass sie das niemals lernen würde. Was sie jedoch nun lieferte, zeugte von hoher Kompetenz. Sie konnte auf Antworten reagieren, diese ergänzen und sprach auch die altenglischen Formen korrekt aus. Toll! Ich habe gefragt, wie sie das geschafft hätte. Und sie und andere meinten, dass ja immer wieder die gleiche Art Probleme auftauche. Und diese Erkenntnis ist genau der Erfolg. Auch im weiteren Verlauf folgte schon fast im Chor die Nennung von Parallelbeispielen. Was also die Teilnehmer zu Beginn als absoluten Hürdenlauf sahen, wird nun – auch wenn hin und wieder immer kleine Fehler/Stolperer passieren – ein lockeres Jogging.

Mein Fazit: Es war und ist wichtig, gebetsmühlenartig Parallelbeispiele zu bringen; es war wichtig, die Technik “Think – Pair – Share” einzubauen; es war wichtig, die Leute gemäß LdL im Polylog Lösungen erarbeiten zu lassen.

Im Anschluss gab es noch ein LdL-gemäßes Lernspiel in Form eines Quizzes: Es gab drei Teams und einen Moderator. Jedes Team sollte sich 5 Fragen ausdenken. Dann stellte Team 1 die erste Frage. Wer von den anderen die Antwort wusste (auch nach Beratung im Team), meldete sich und durfte die Antwort sagen, z.B. Team 2. Dann entschied Team 1, ob die Antwort von Team 2 richtig war. War sie das, gab es einen Punkt für Team 2. War es die Antwort nicht und konnte Team 1 die Begründung geben, gab es einen Punkt für Team 1. Wenn auch die Lösung von Team 1 nicht richtig war, gab es für niemanden einen Punkt. Dann kam Team 2 als Fragesteller dran. Danach Team 3 etc. So konnte auch trainiert werden, Aufgaben und deren Musterlösung zu formulieren (für den Lehrerberuf eine zentrale Kompetenz).

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